Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei konkreten gesundheitlichen Fragen zu MRT-Untersuchungen sprich mit dem behandelnden radiologischen Fachpersonal.

Der Mythos

Die Vorstellung hält sich hartnäckig: Tattoos werden im MRT heiß und können die Haut verbrennen. Diese Sorge stammt aus einer Zeit, in der viele Tattoofarben tatsächlich eisenhaltige, magnetische Pigmente enthielten – diese konnten in starken Magnetfeldern reagieren.

Die Faktenlage heute

Seit rund 20 Jahren bestehen gängige Tattoofarben überwiegend aus organischen, eisenfreien Substanzen. Eine internationale prospektive Studie mit 330 tätowierten Personen unter 3-Tesla-Scannern kam zu einem klaren Ergebnis: Nur eine Person berichtete von einem Kribbeln, eine weitere von einem lokalen Wärmegefühl – ernsthafte Nebenwirkungen wurden nicht beobachtet. Bei der überwiegenden Mehrheit tätowierter Menschen verläuft eine MRT-Untersuchung komplikationslos.

Eine reale Ausnahme: frisch gestochene Tattoos

Ein Punkt, der in der Diskussion oft untergeht: Bei ganz frischen Tattoos wird empfohlen, 4 bis 6 Wochen bis zu einer MRT-Untersuchung zu warten, weil die Haut sich noch im Heilungsprozess befindet – unabhängig von der Farbzusammensetzung.

Was du deinen Kunden sagen kannst

Tipp von Tom

„Ich erkläre meinen Kunden diesen Mythos inzwischen aktiv, bevor sie überhaupt danach fragen – gerade bei größeren Motiven. Eine sachliche Antwort nimmt viel unnötige Sorge, ohne echte Risiken kleinzureden."

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