REACH-Update: Neue Farbverbote in Kraft

Die EU-REACH-Verordnung wird kontinuierlich erweitert. 2026 kamen weitere Pigmente auf die Verbotsliste – darunter bestimmte Azo-Farbstoffe die bisher in roten und orangefarbenen Tattoofarben eingesetzt wurden. Betroffen sind Artists die auf kräftige Farbgebung spezialisiert sind. Die gute Nachricht: Hersteller wie Intenze, World Famous Ink und Eternal haben REACH-konforme Alternativen entwickelt. Wer aktuell zertifizierte Farben kauft ist auf der sicheren Seite. Das Problem liegt bei älteren Beständen in Schubladen.

Neue Hygiene-Dokumentationspflicht ab 2026

In mehreren deutschen Bundesländern wurden die Dokumentationspflichten für Tätowierstudios verschärft. Konkret: Jeder Tattoo-Vorgang muss mit Datum, verwendeten Materialien (inkl. Chargennummer der Farben und Nadeln) und Kundenangaben dokumentiert werden. Das klingt bürokratisch – ist aber sinnvoll. Im Fall einer Reklamation oder Infektion hast du damit einen lückenlosen Nachweis. Studios die das nicht umsetzen riskieren bei Gesundheitsamtskontrollen empfindliche Bußgelder.

Mindestalter und Einwilligungspflicht: Was gilt?

Bundesweit gilt: Kein Tattoo unter 18 Jahren – auch nicht mit Einwilligung der Eltern. Einige Studios arbeiten trotzdem mit 16-Jährigen (mit elterlicher Genehmigung) – das ist rechtlich ein Graubereich der von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich bewertet wird. Klar ist: Wer Minderjährige tätowiert geht ein erhebliches Risiko ein. Die Einwilligung muss immer schriftlich vorliegen, das Datum muss überprüft werden. Im Zweifelsfall: Ausweis verlangen.

💡 Toms Tipp

Führe eine einfache Digitalliste aller verwendeten Farben und Nadeln pro Sitzung – mit Chargen-Nummer. Das dauert 2 Minuten und kann dich bei einer Kontrolle vor erheblichen Problemen bewahren.