Fitzpatrick-Skala: Was sie für Tätowierer bedeutet
Die Fitzpatrick-Skala teilt Hauttypen 1–6 ein – von sehr hell bis sehr dunkel. Für Tätowierer ist das praktisch relevant: Auf hellerer Haut (Typ 1–2) sind feine Details gut sichtbar, aber rote und orange Farben können Hautreizungen auslösen. Auf dunkler Haut (Typ 4–6) verschwinden viele Farben – Gelb, Hellgrün, Pink sind kaum sichtbar. Black & Grey und dunkle Farben funktionieren am besten. Die Kunst: Design und Farbwahl an den Hauttyp anpassen.
Gealterte Haut: andere Regeln
Mit dem Alter verliert die Haut Elastizität und wird dünner. Das beeinflusst das Tattoo: Linien können schwerer gesetzt werden, Farben heilen anders, Details verlaufen leichter. Für Artists: Ältere Kunden brauchen mehr Zeit, sanfteres Einstechen und realistischere Erwartungen für filigrane Designs. Einfache, klare Motive mit starken Kontrasten halten besser.
Narben und Problemhaut: Was geht, was nicht?
Vernarbtes Gewebe lässt sich tätowieren – aber die Haut verhält sich anders. Narben nehmen Farbe ungleichmäßig an, es kann zu Keloiden kommen. Vor dem Stechen: Haut begutachten, Alter der Narbe prüfen (mindestens 1–2 Jahre alt), Kundenaufklärung. Skin Conditions wie Psoriasis oder Ekzeme sind keine absolute Kontraindikation – aber im akuten Schub sollte nicht tätowiert werden. Immer Rücksprache empfehlen.
Mach eine kurze "Haut-Analyse" vor jeder Sitzung – Feuchtigkeitszustand, Sonnenbrand, frische Rasur, Hautprobleme. Zwei Minuten die spätere Probleme vermeiden.